Krankheiten

 

Auch Hunde werden krank, und ein Grundwissen der Erkrankungen, die bei Hunden auftreten können, sollte jeder Hundehalter besitzen. Im Lexikon der Hundekrankheiten finden Sie Informationen zu den verschiedensten Krankheitsbildern.

Der Besuch der folgenden Seiten ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt! Die veröffentlichten Inhalte stellen weder eine Beratung, noch eine Kauf- oder Anwendungsempfehlung von Medikamenten oder sonstigen Gesundheitsprodukten dar. Konkrete Ratschläge für bestimmte Therapie- oder Diagnoseverfahren werden nicht gegeben, es sollen lediglich grundlegende Informationen zu den einzelnen Krankheiten bereitgestellt werden, um sich einen Überblick zu verschaffen und die verschiedenen Krankheitsbilder besser einordnen bzw. differenzieren zu können.

Um Krankheitserscheinungen besser einordnen zu können, muss man zunächst wissen, wo Gesundheit endet und Krankheit beginnt.

 

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Lexikon der Hundekrankheiten:

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Der gesunde Hund

Es mag banal klingen, aber woran erkennt man eigentlich einen gesunden Hund?

Bereits die Definition “gesund” birgt Gefahren: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gesundheit beim Menschen als einen “Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen”. Ein unter Ärzten und Tierärzten verbreiteter Sinnspruch verdeutlicht ebenfalls die Schwierigkeit der Definition: “Gesund ist nicht gründlich genug untersucht”. Die Formulierung “klinisch gesund” jedoch bezeichnet einen Zustand, bei dem anhand definierter Parameter und Untersuchungsmethoden keine Abweichungen zum Normalzustand festgestellt werden konnten, und darum soll es hier gehen. Um zu diesem Ergebnis kommen zu können, muss der Tierarzt eine klinische Allgemeinuntersuchung durchführen. Diese beinhaltet in der Regel die Adspektion (das Betrachten des Tieres), die Palpation (das Befühlen und Betasten) bestimmter Körperregionen, die Auskultation (das Abhören) und bei Bedarf auch die Perkussion (das Beklopfen bestimmter Regionen) sowie ein Messen der rektalen Körpertemperatur.

 

 

 

 

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Sofern vom Tierbesitzer keine Probleme beschrieben wurden und die Allgemeinuntersuchung ohne besonderen Befund verläuft, wird in der Regel keine weiterführende Diagnostik wie z.B. eine Kot- oder Blutuntersuchung betrieben. Der Patient wird dann als “klinisch gesund” bezeichnet, selbst wenn z.B. ein geringer Wurmbefall vorliegt, der dem Hund äußerlich keine Probleme bereitet.

Ein “klinisch gesunder Hund” zeichnet sich u.a. durch folgende Merkmale aus:

Der Tierbesitzer berichtet über keine Auffälligkeiten beim Verhalten, bei der Futteraufnahme, bei Kot- und Urinabsatz oder bei der Bewegung. Der Hund befindet sich in einem guten Ernährungs- und Pflegezustand und verhält sich den Umständen entsprechend ruhig bis aufgeregt, zeigt keine Verhaltensauffälligkeiten wie etwa Juckreiz oder extreme Angst, er ist aufmerksam, belastet alle 4 Gliedmaßen gleichmäßig, zeigt keine Auffälligkeiten in der Bewegung, hat ein glänzendes, gepflegtes Haarkleid und keine sichtbaren Veränderungen wie z.B. Hautverletzungen, verklebtes, schuppiges, fehlendes oder kotverschmiertes Fell und riecht nicht unangenehm. Die Krallen sind gleichmäßig abgenutzt und nicht zu lang. Die Hautoberfläche ist weder rissig noch zu trocken, der Hund hat keinen oder lediglich etwas klaren Nasenausfluss, die Augen sind weder gerötet noch verklebt und zeigen keinen Ausfluss, die Ohren sind sauber oder nur geringgradig verschmutzt und riechen nicht unangenehm.

Die Schleimhäute und das Zahnfleisch sind feucht, glatt und glänzend sowie blassrosa gefärbt, die kapilläre Füllungszeit (KFZ) beträgt maximal 2 Sekunden (hierbei drückt man mit der Fingerspitze vorsichtig punktuell auf die Maulschleimhaut oder das Zahnfleisch und misst die Zeit, die nach Entfernen des Fingerdrucks vergeht, bis der Fleck wieder wie das umgebende Gewebe gefärbt ist).

Das Gebiss ist vollständig, die Zähne sind sauber und der Geruch aus der Maulhöhle ist nicht extrem unangenehm oder faulig.

Eine vorsichtig mit zwei Fingern aufgezogene Hautfalte verstreicht nach dem Loslassen sofort wieder. Die Lymphknoten sind nicht verdickt, es gibt keine schmerzhaften Palpationsbefunde, die Auskultation des Herzens und der Lunge ergibt keine von der Norm abweichenden Befunde. Die Körpertemperatur beträgt bei kleinen Hunden zwischen 38,6 und 39,4 Grad, bei großen Hunden zwischen 37,5 und 39,2 Grad.

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